Sensationelle wissenschaftliche Ergebnisse am Confluence-Punkt 53N13E

ZOOM: Auf dem Weg (Foto ©AT)

ZOOM: Die Wünschelrute schlägt an (Foto ©AT)

ZOOM: Der Wassergraben kurz vor dem Ziel (Foto ©ALF)

ZOOM: Mit GPS und Wünschelrute am Ziel (Foto ©AT)

ZOOM: Gudrun opfert die weißen Ostereier (Foto ©ALF)

ZOOM: Am Ziel (AT, GK, ALF, DF, HS) (Foto ©ALF)

   

Normalerweise reisen wir mit dem Zug. Bei dieser Expedition entschieden wir uns aber für das Auto, weil dies bei fünf Personen energieeffizienter ist. Fahrzeug, Treibstoff und Motoröl wurden von SAP gesponsort.

Zunächst fuhren wir von Berlin nach Lindow und parkten das Auto etwa 1km nordöstlich. Wir wanderten einen weiteren Kilometer nördlich und erreichten eine große Wiese.

An unserem letzten Confluence-Punkt 52N13E hatten wir Probleme, mit wegen Kälte ausfallenden Batterien. Deshalb entschieden wir, dieses Mal ein traditionelles Verfahren als Backup einzusetzen. Wir beschlossen, zu untersuchen, ob die Wünschelrute eine Alternative zum GPS darstellen kann, zumal sich das Wünschelrutengehen in Deutschland beim Auffinden von Wasseradern bestens bewährt hat. Wir hofften, dass sich Heike, mit ihren roten Haaren, als besonders begabtes Medium erweisen würde.

Die Wünschelrute begann heftig zu zittern und das GPS zeigte 300m bis zum Ziel. In der Ferne entdeckte Dietmar einen Milan, der Beute schlug. Wir sahen, wie der Vogel seine Beute nach kurzem Flug wieder fallen ließ. Das ist tatsächlich wahr! Wir hielten dies für ein gutes Zeichen und gingen in die angezeigte Richtung.

Die Wiese erwies sich als sehr nass und sumpfig. Nach kurzem Weg erkannten wir, dass sich das Ziel auf der anderen Seite eines Wassergrabens befand. Am Feldweg zwischen Lindow und Banzendorf überquerten wir den Graben und gingen zurück in Richtung Ziel.

Andreas Leo Faulstich übernahm die Wünschelrute und erreichte den Confluence-Punkt 53N 13E kurz nach Andreas Tietze, der das GPS führte.

Am Confluence-Punkt opferte Gudrun drei weiße Ostereier, um sich bei den drei Kräften zu bedanken, die uns hierhergeführt hatten: Beobachtungsgabe, Intuition und Technologie. Die Wünschlrute wurde als Halterung für unser Confluence-Punkt-Schild recykelt.

Auf unserer Expedition erwies sich die Wünschelrute als interessante Ergänzung zum GPS. Vorerst raten wir jedoch davon ab, sich in sicherheitsrelevanten Bereichen, zum Beispiel bei der Navigation auf hoher See, alleine auf Wünschelruten zu verlassen. Erfahrene Praktiker empfehlen, grundsätzlich mehrere Navigationsmethoden gleichzeitig einzusetzen.

Wir befürworten weitere Forschungen.

Lindow, 1. April 2001