Delphin

Nicht mehr schwimmst du hinfort durch des Ozeans rauschende Tiefe,
             um die Fische des Meers scheuchend zu schrecken, Delphin.
Nicht mehr tanzt du zum Klang der vieldurchlöcherten Flöte,
             während du neben dem Schiff spritzend die Fluten erregst.
Denn eine Woge, so hoch wie die Spitze des Maleakapes,
             warf im Aufruhr der See dich auf des Strandes Geröll.
Die dich geboren, die See, sie gab dich dem Tode.
             Wer aber traut einem Meere, das selbst nicht seine Kinder verschont?

Zeilen 1-6: aus Aulus Licinius Archias von Antiochia (um 100v, Buch VII, 214),
Zeilen 7 und 8: aus Antipatros von Thessalonike (um 1, Buch VII, 216),
nach der Übersetzung von Hermann Beckby, gefunden in zikaden.de