Am See

Wir sind erst abends gekommen
und legten uns an den See
und dann sind wir geschwommen;
in der Sonne war's ok.

Wir redeten über die Lieben
und was sie mit uns trieben,
was uns das Herz gebrochen;
darüber haben wir gesprochen.

Am schrägen Hang lagen wir da,
das Wasser war uns ganz nah
und ich hatte Dich gern,
doch blieben wir uns fern:

Die Haare durft' ich Dir kämmen
und die Füße Dir massieren.
Dazwischen musst' ich mich hemmen
und durfte nicht agieren.

Ich hoff' Du verzeihst dies' Gedicht,
das so direkt zu Dir spricht.
Es darf nichts in mir keimen.
Es geht mir nur ums Reimen.