Paddeln im Mai

Samstag früh Frühstückten wir,
mit Patrick und Andrea vier.
Zu zweit fuhren wir dann auf Fahrradsatteln
Nach Spandau zum Stößensee zum paddeln.

Das gelbe Boot Nummer fünfzehn,
ließen wir zu Wasser gehn
und setzten uns geschwind hinein
und schlugen auf das Wasser ein.

Durch die schöne Brücke von Ort zu Ort
fuhr das Boot nach Klein-Venedig fort,
wo Flieder und Magnolien blühten
Und ein dutzend Regentropfen sprühten.

Und was wir dort noch alles sahn!
Zum Beispiel einen bunten Schwan!
Der Schwan war eine Kanadagans
mit dunklem Hals und braunem Schwanz.

Mit dem Wetter hatten wir weiterhin Glück,
doch langsam paddelten wir zurück.
Dann holten wir das Boot heraus
und trugen es zurück ins Haus.

Auf dem Fahrradweg wurde uns etwas heiß,
dann schleckten wir unter Bäumen ein Eis
und fuhren in die Grolmannstraßen,
wo wir bei einem Milchkaffee saßen.

Doch inwischen kühlten wir aus.
So zahlten wir und fuhren nach Haus.
Und holten dort Gläser, Jacken und Decke
für Picknick und für wärmere Zwecke.

An der Tankstelle kauften wir roten Wein
und fuhren in den Tiergarten rein.
Am Kanal setzten wir uns auf die Wiesen,
Brötchen, Wein und Aussicht zu genießen.

Mit Musik von Edith Piaf und Ray Brook,
die in den Zoo zu den Wölfen hin trug.
Die heulten dann wie im dunklen Wald.
Und tatsächlich: Es dämmerte bald.

Und allmählich kamen finstere Leute,
was uns nicht mehr so freute.
Wir redeten und beschlossen zu geh'n
und uns ein andermal wieder zu seh'n.

Wer weiß was die Zukunft uns bringt,
was das Schicksal uns singt.
Ob wir uns wiedersehen oder nicht,
es bleibt dieses Gedicht.