Spaziergang im März

Nach Briefen und Telefonaten
schritten wir zu Taten.
Am Bahnhof Pankow: Hinz und Kunz.
Doch wir fanden uns.

Wir waren mutig und stark
und trotz Gefahr von Regen,
gingen wir zum Bürgerpark
Uns zu bewegen.

Ehrenmal und Friedhof
fanden wir doof.
Wir waren heiter
und gingen weiter.

Bis zur Schönholzer Heide
gingen wir beide
und setzten uns bei lauer Brise
mit Alukissen auf die Wiese.

Wir genossen die Sonne,
es war eine Wonne,
und nahmen ein Eichhorn
aufs Korn.

Gänse am Himmel flogen
trotz Vogelpest,
wie immer gezogen
von Liebe und Nest.

Wir erzählten vom Wandern durch die Welt
und was uns sonst noch so gefällt.
Und wo wir gewesen waren
in den vergangenen Jahren.

Wir tranken Pfefferminztee
und sahen den hoffentlich letzten Schnee
aus diesem kalten Winter
und redeten über Kinder.

Und plötzlich waren wir wieder dort
wo wir zuerst uns gesehen,
Bahnhof Pankow am Ort,
und mussten gehen.

Wäre das Leben ein Rosenheim,
ginge es nach diesem Reim:
Am letzten Sonntag im März
verloren wir unser Herz.

Doch wer weiß, was die Zukunft bringt,
was das Schicksal uns singt.
Ob wir uns lieben oder nicht,
es bleibt dieses Gedicht.