UKW-Seefunk: Tipps für die SRC-Prüfung

Ein Lehrbuch mit Simulationssoftware sollte zur Vorbereitung reichen

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Für Leute, die gewohnt sind, selbständig zu lernen, reicht ein Lehrbuch mit Simulationssoftware zur Prüfungsvorbereitung für das Short Range Certificate (=SRC). Den Kurs könnt Ihr Euch sparen.

Achtung: Die Prüfungen sind nicht leicht! Von den 256 Fragen ist die Hälfte schwer zu lernen. Und auch das Englisch ist für manchen nicht einfach.

Für die praktische Prüfung muss die standardisierte Kommunikation sitzen. Egal wie nervös du bist, du musst immer weiterfunken und die relevanten Informationen rüberbringen wie im Seenotfall. Auch wenn es mal nicht auf Anhieb perfekt ist.

Das Buch von Heidbrink und Bahrl, nach dem ich 2005 erfolgreich gelernt habe, gibt es inzwischen in der 5. Auflage.

256 Fragen

Vermutlich ist bei der internationalen Konferenz irgend jemand auf die Idee gekommen, 256 wäre optimal für die Verarbeitung mit Computern. Und jedes Land durfte Fragen beitragen. Auch Nepal, Zentralafrika und Kasachstan.

In manchen Ländern wird man wohl dem Prüfer ein paar Euro rüberschieben und sich dann bei einer Tasse Kaffee nett unterhalten und die Fragebögen gemeinsam bearbeiten.

In Deutschland müssen wir aber alle Antworten, auch die eher bürokratischen gut lernen. Da tut mir der arme Fischer leid, der sein Fach versteht, und auch funken kann, aber keinerlei Übung hat, nutzloses und abgehobenes Zeug zu lernen.

Meine Erfahrungen (2005)

Wer genau hinschaut, merkt dass sich verschiedene SRC-Lehrbücher und die Übungsprogramme zum GMDSS-Seefunk im Detail unterscheiden. Selbst SRC-Prüfer haben uns widersprüchliche Auskünfte gegeben. Die 256 Fragen für die theoretische SRC-Prüfung sind ja international festgelegt und die Prüfer werden die Lösungen anhand der vorgeschriebenen Antworten beurteilen. Aber bei der praktischen Prüfung kann Spannung aufkommen. Wahrscheinlich werden kleinere Abweichungen nichts ausmachen, solange man in der Prüfung wie im Seenotfall alle relevanten Informationen knapp und verständlich und weitgehend (!) normgerecht rüberbringt.

Als hartgesottener Akademiker habe ich die theoretische Prüfung ohne Problem bestanden. Die Praxis hatte ich kaum geübt. In der Praktischen Prüfung sollte ich dann gleich am Anfang erkennen, dass das Gerät auf ATIS eingestellt war und dann von Binnen- auf Seefunk umstellen. Na, wie war nochmal die Tastenkombination? Da war der Streßfaktor fast wie im Seenotfall. Immerhin konnte ich dann in den folgenden Funksprüchen die Formulierungen für Korrekturen (I CORRECT) und Wiederholungen (I REPEAT) anwenden. Der Prüfer war nochmal gnädig. Danke! Ich empfehle aber allen SRC-Kandidaten die Funksprüche gut und nach Lehrbuch zu üben. Fragt sich nur, nach welchem Lehrbuch. Alleine von den kleinen Unterschieden sollte man aber eigentlich nicht durchfallen.

Mein Tipp für die Segelpraxis

Für die Segelpraxis empfehle ich, die wichtigsten Funksprüche und Frequenzen auszudrucken und neben das Funkgerät zu hängen, denn wer erinnert sich im Notfall? Außerdem sollte man zu seinen Touren eines der Lehrbücher mitnehmen und gelegentlich mal reinschauen und die nötigen Funk-Abläufe bei den Notfall-Übungen mit einbauen.

Internet-Links für die SRC- und LRC-Theorie-Prüfungen

Seefunk-Zeugnisse