Wal- und Delphin-Sichtungen


Griechenland: Ambrakischer Golf, September 2002,
Großer Tümmler (Tursiops truncatus)

20. September 2002, sonnig, windstill, Segelyacht unter Motor: 10:15 Delphine in größerer Entfernung. 10:45 etwa 10 Delphine (Tursiops truncatus) neben dem Boot:
Großer Tümmler im ambrakischen Golf ©2002-09-20
Ich winke und spiele auf meiner Blechflöte. Die Tiere schwimmen auf der Bugwelle, springen und legen sich auf die Seite und wir hören ihr hohes Pfeifen. Wir beobachten ein Jungtier, das dicht bei seiner Mutter mitschwimmt. 11:20 bleiben die Delphine zurück. 12:15 passieren uns drei Delphine von vorne kommend.


Dänemark: Dänische Südsee, April 2003,
Schweinswal (Phocaena phocaena)

23. April 2003, 16:00 bis 16:25, südwestlich der Insel Drejø (nördlich von Ærø): Es ist sonnig, windstill, leicht diesig. Unsere Segelyacht fährt unter Motor: Wir sehen viele (mindestens 20) meistens paarweise nebeneinander schwimmende Schweinswale rund um das Boot in ca 20 bis 150 Meter Entfernung. Bei langsamer Fahrt drehen wir drei Kreise, ohne uns den Tieren zu nähern. Man sieht immer wieder die Rückenflossen, teilweise die dunklen Rücken. Die Tiere bewegen sich langsam, sind nicht neugierig und reagieren nicht auf uns. Der Schweinswal war früher in der ganzen Ostsee verbreitet. Inzwischen ist er nur noch in dänischen Gewässern häufig und in größeren Gruppen anzutreffen.


Dänemark: Dänische Südsee, April 2003,
Großer Tümmler (Tursiops truncatus)

24. April 2003, 14:50, nördlich der Insel Als: Wir segeln vor leichtem Wind und hören Seemannslieder von Cassette. XY hatte gerade sein Cannabispfeifchen ins Meer ausgeleert. Plötzlich hören wir ein Schnaufen hinter dem Schiff und sehen dort drei Delphine in etwa 20 Metern Abstand. Eines der Tiere schwimmt bis auf einen Meter an unser Heck heran und dann wieder nach hinten zu den anderen. Dann verschwinden sie. Die Tiere hatten eindeutig lange Schnäbel und spitz auslaufende Rückenflossen, waren also keine Schweinswale (Phocaena phocaena). Die Färbung der Oberseite war hellgrau, der Bauch weiß. Wir erkannten "unsere" griechischen Delphine wieder. Es handelte sich also wahrscheinlich um Große Tümmler (Tursiops truncatus), in der Ostsee sehr seltene Gäste.


Dänemark: Dänische Südsee, April 2005,
Schweinswal (Phocaena phocaena)

28. April 2005, 14:30, nördlich der Insel Als: Wir motoren bei Windstille, sonnig bis wolkig (überwiegend Landwolken), leicht diesig. Ich sage "das ist Delphinwetter", nehme meine Blechflöte gehe zum Bug und spiele einige Melodien. 14:40 höre ich neben mir ein Klatschen aufs Wasser und sehe einen Schweinswal an steuerbord schwimmen:
Schweinswal in der Dänischen Südsee ©2005-04-28
Das Tier umschwimmt unser Boot zwei oder dreimal wobei es jeweils kurz am Bug mitschwimmt. Nach wenigen Minuten verschwindet es hinter dem Heck in die Gegenrichtung und wird zuletzt etwa 50 bis 100 Meter achteraus gesehen. Schweinswale gelten als scheu und schwimmen nur selten an Boote heran oder auf der Bugwelle mit. Ihre Neugier für ungewöhnliche Geräusche ist aber bekannt.


Verhaltensregeln beim Beobachten von Walen und Delphinen


Links


Delphin

Nicht mehr schwimmst du hinfort durch des Ozeans rauschende Tiefe,
             um die Fische des Meers scheuchend zu schrecken, Delphin.
Nicht mehr tanzt du zum Klang der vieldurchlöcherten Flöte,
             während du neben dem Schiff spritzend die Fluten erregst.
Denn eine Woge, so hoch wie die Spitze des Maleakapes,
             warf im Aufruhr der See dich auf des Strandes Geröll.
Die dich geboren, die See, sie gab dich dem Tode.
             Wer aber traut einem Meere, das selbst nicht seine Kinder verschont?

Zeilen 1-6: aus Aulus Licinius Archias von Antiochia (um 100v, Buch VII, 214),
Zeilen 7 und 8: aus Antipatros von Thessalonike (um 1, Buch VII, 216),
nach der Übersetzung von Hermann Beckby, gefunden in zikaden.de